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Adjacencies

In der heutigen schnelllebigen Geschäftswelt sind strategische Klarheit und Anpassungsfähigkeit unerlässlich.

Vollständige Definition

Die Adjacency-Methode folgt einer ähnlichen Philosophie wie die Ansoff-Matrix, arbeitet aber mit zusätzlichen Kriterien. Während die Ansoff-Matrix die Dimensionen Produkt und Markt verwendet, bewertet die Adjacency-Methode die Distanz zum Kerngeschäft und die Distanz zum Erfolg.

Für die Distanz zum Kerngeschäft werden die beiden Ansoff-Kriterien Markt und Produkt um Technologie, Vertriebskanal, Regionen, Wertschöpfungskette (Vorwärts- und Rückwärtsintegration) und Anwendungen ergänzt. Für die Distanz zum Erfolg dienen Kriterien wie die Höhe der nötigen Investitionen oder die Dauer bis zum ersten Umsatz.

Weil das Risiko und damit die Misserfolgswahrscheinlichkeit mit der Distanz zum bestehenden Geschäft steigt, gelten zwei Regeln:

  • Neue Geschäfte in angrenzenden (adjazenten) Bereichen entwickeln.
  • Neue Geschäfte nicht in mehr als einer Dimension gleichzeitig entwickeln (bei Ansoff wäre das die Diversifikation).

In der Strategieentwicklung dient die Methode dazu, strategische Optionen qualitativ zu bewerten und eine erste Auswahl zu treffen, bevor detaillierte Businesspläne erarbeitet werden. Mehr dazu im Whitepaper Adjacencies.

Beispiel für die Anwendung im Geschäft

Ein Maschinenbauer verkauft Anlagen an Industriekunden in der Schweiz. Er prüft, dieselben Anlagen auch in Deutschland anzubieten (neue Region bei gleichem Produkt und gleicher Technologie), statt gleichzeitig ein neues Produkt für eine neue Branche zu entwickeln. Der Schritt in nur einer Dimension hält das Risiko gering.

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