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Der strategische Resonanzraum

Ich mache keine KI-Strategien. Ich mache Strategien mit KI.

Viele Inhaber haben die KI inzwischen ausprobiert. Sie schreibt Briefe, fasst Berichte zusammen und findet in Sekunden, wofür früher ein Nachmittag draufging. Und dann kommt der Moment, in dem sie eine Antwort gibt, die gut klingt und nicht stimmt.

An diesem Moment entscheidet sich, ob KI in der Strategie hilft oder schadet. Vier Probleme stecken dahinter. Alle vier sind lösbar, aber nicht von der KI selbst.

Vier Themen, die die KI braucht

  1. Fundament: Die KI braucht ein Fundament: klare Abläufe und saubere Daten. In vielen Firmen liegt die Strategie verstreut: in Köpfen, in Ordnern, in den Folien vom letzten Strategietag. Fehlt das Fundament, wird das Chaos mit KI grösser. Die KI zeigt schonungslos, was nie geordnet war.
  2. Kontrolle: Die KI braucht Steuerung. Ohne klare Vorgaben antwortet sie jedes Mal anders, und niemand weiss, woran sie sich hält. Erst wenn feststeht, was sie vorschlagen, speichern und offen lassen darf, wird sie verlässlich. Sonst steht am Ende etwas in der Strategie, das niemand bewusst hineingeschrieben hat
  3. Kontext: Die KI braucht Kontext. Sie weiss viel über die Welt, aber sie kennt Ihr Unternehmen nicht: Ihre Kunden, Ihre Leute, Ihre Geschichte. Wo ihr das Wissen fehlt, erfindet sie, was plausibel klingt. Das heisst Halluzinieren. In der Strategie ist das gefährlich, weil es überzeugt.
  4. Verantwortung: Die KI übernimmt keine Verantwortung. Sie schlägt vor, begründet und formuliert überzeugend. Haften kann sie nicht. «Die KI hat das so vorgeschlagen» ist keine Basis für einen Entscheid. Fällt dieser Satz in einer Geschäftsleitung, hat dort niemand entschieden.
4 Probelmfeler bei der Arbeit mit KI

Was das für die Strategie bedeutet

Bei der Strategie wiegen diese vier Probleme schwer. Eine Strategie ist eine Reihe von Entscheiden: wo das Unternehmen wachsen will, worauf es verzichtet, wofür es Geld und Leute einsetzt. Dafür braucht es eine feste Abfolge, verlässliche Daten, das Wissen aus dem eigenen Haus und jemanden, der für den Entscheid geradesteht.

Barry O’Reilly, der Autor von «KI als Denkpartner», hat es im Gespräch mit mir so gesagt: Maschinen können den Zusammenhang nicht immer nachbilden, aber sie können sich erinnern und sie können prüfen. Darin liegt ihr Wert. Den Zusammenhang liefern Menschen.

Die Lösung: der strategische Resonanzraum

Unsere Lösung ist der strategische Resonanzraum. Das ist der Raum, in dem Menschen und KI sich begegnen, Ideen hin und her spielen und Argumente gegeneinander prüfen. Er besteht aus vier Elementen: der Methode StrategieKompakt, der Plattform strategy.app, der KI als Denkpartner und, in der Mitte, den Mitarbeitern.

Jedes der ersten drei Probleme lösen zwei Elemente gemeinsam. Das vierte löst die Mitte.

  • Fundament: StrategieKompakt und strategy.app. Die Methode gibt die Abläufe vor: Setup, Vorbereitung, zwei Workshoptage, Planung, Ziele und Umsetzung. Die App ordnet die Daten an einem Ort: Trends, Wettbewerber, SWOT, Stossrichtungen, Massnahmen, für das Unternehmen und für jedes Geschäftsfeld.
  • Kontrolle: die KI und StrategieKompakt. Für jeden Schritt der Methode gibt es in der App einen eigenen Agenten mit klaren Vorgaben. Er ist Denkpartner, nicht Abnicker: Er bringt Gegenargumente, erfindet keine Zahlen und lässt offen, was nicht belegt ist. Gespeichert wird erst, wenn Sie mit «passt» zustimmen.
  • Kontext: strategy.app und die KI. Die Agenten arbeiten mit den Daten Ihres Unternehmens aus der App, nicht mit Vermutungen. Mit jedem Projekt werden die Daten dichter und die Vorschläge genauer.
  • Verantwortung: die Mitarbeiter in der Mitte. Sie kennen die Kunden, die Probleme und die Details. Sie liefern, was in keiner Datei steht, und setzen um, was sie selbst erarbeitet haben, mit mehr Einsatz als bei einer Strategie, die ihnen vorgelegt wird. Die KI denkt mit, als Denkpartner. Der Mensch entscheidet, am Ende der Chef.
Resonanzraum für die Entwicklung von Strategien mit KI

2013 habe ich dazu zehn Thesen geschrieben, die erste hiess: Ihre Mitarbeiter sind die besten Strategen. Heute sage ich: Ihre Mitarbeiter sind die besten Agenten. Mit KI an der Hand.

Erst zusammen wird es Strategie

Kein Element löst die Probleme allein. Eine Methode ohne Daten bleibt Papier. Eine App ohne Methode wird zur Ablage. Eine KI ohne beides liefert Antworten, die gut klingen. Erst mit den Mitarbeitern in der Mitte entsteht eine Strategie, die das Unternehmen selbst erarbeitet hat und selbst trägt.

Die KI denkt im Resonanzraum überall mit. Entscheiden wird sie nirgends.

Diese Reihe ist für Führungskräfte und alle Interessierten, die mit KI nicht bei der Recherche stehen bleiben wollen, sondern sie als Denkpartner einsetzen, für sich, für ihr Team und für das Unternehmen.

Ich halte jeden Monat drei Stunden für Gespräche mit Inhabern und Geschäftsführern frei. Eine Stunde, Ihre Lage, meine Einschätzung, wo ich bei Ihnen anfangen würde. Eine kurze Nachricht genügt.

Ignatius Furger Furger und Partner AG · strategy.app


«KI als Denkpartner» von Barry O’Reilly, deutsche Ausgabe von Furger und Partner. Taschenbuch, 181 Seiten. Alles zum Buch: ki-als-denkpartner.com

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